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	<title>Thorstena</title>
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	<description>high volume information environment</description>
	<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 20:33:53 +0000</pubDate>
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		<title>&#8220;Supermeme&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 19:59:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorstena</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Algorithmen und Maschinen]]></category>

		<category><![CDATA[Interkulturelles und Milieus]]></category>

		<category><![CDATA[Aufmerksamkeitserheischungskultur]]></category>

		<category><![CDATA[aufmerksamkeitsökonomie]]></category>

		<category><![CDATA[Erz]]></category>

		<category><![CDATA[Internet]]></category>

		<category><![CDATA[Jakob Jochmann]]></category>

		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

		<category><![CDATA[Thilo Sarrazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Jakob Jochmann alias Erz hat sich aus der Vogelperspektive mit dem derzeit medial omnipräsenten Namen Sarrazin auseinandergesetzt und dabei unter anderem über Rückkopplungseffekte in der digitalen Aufmerksamkeitserheischungskultur nachgedacht.
Hier deu­tet sich ein neues Phä­no­men für die Medi­en­theo­rie an: Weil die Emp­fän­ger von Infor­ma­tio­nen den Gehalt der Infor­ma­tion über ihre aktive Suche mit­ge­stal­ten, weil sie zum Bei­spiel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jakob Jochmann alias <a href="http://twitter.com/erz_">Erz </a>hat sich <a href="http://kontextschmiede.de/uber-diskussionskultur-wahrheitlichkeit-und-berufsdemagogen/">aus der Vogelperspektive mit dem derzeit medial omnipräsenten Namen Sarrazin auseinandergesetzt</a> und dabei unter anderem über Rückkopplungseffekte in der digitalen <a href="http://www.thorstena.de/?p=2073">Aufmerksamkeitserheischungskultur</a> nachgedacht.</p>
<blockquote><p>Hier deu­tet sich ein neues Phä­no­men für die Medi­en­theo­rie an: Weil die Emp­fän­ger von Infor­ma­tio­nen den Gehalt der Infor­ma­tion über ihre aktive Suche mit­ge­stal­ten, weil sie zum Bei­spiel in Such­ma­schi­nen nach ein paar Schlüs­sel­wor­ten suchen, ent­steht eine posi­tive Rück­kopp­lung (&#8230;).</p>
<p>Die Auf­merk­sam­keits­öko­no­mie tut ihr übri­ges. Alle Medi­en­pro­du­zen­ten, die ihre Inhalte an Leser ver­brei­ten wol­len, müs­sen deren Such­an­fra­gen berück­sich­ti­gen. (&#8230;) Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung bringt »Super­meme« her­vor, Schlüs­sel­worte, die sich in der posi­ti­ven Rück­kopp­lungs­schleife gegen andere Deu­tungs­mus­ter des glei­chen Sach­ver­hal­tes unwei­ger­lich durch­set­zen.</p></blockquote>
<p>Obwohl Erz die so entstehenden &#8220;Supermeme&#8221; problematisiert, weil sie so dominant sein können, dass sie selbst &#8220;die Wahrheit&#8221; absorbieren, ist seine Sichtweise nicht pessimistisch: Internetnutzer partizipieren nach dieser Lesart aktiv, vielleicht sogar bewusst an Meinungsbildungsprozessen, indem sie Suchmaschinen nutzen und die digitalen Spuren dieser Nutzung in ihrer Gesamtheit spürbare Auswirkungen haben. </p>
<p>Andererseits - Stichwort Supermeme - gehören massenpsychologische Phänomene im Internet tatsächlich zum täglich Brot. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Arrington">Tech Crunch-Gründer Michael Arrington</a> hat das neulich beschrieben, <a href="http://techcrunch.com/2010/09/05/blogging-and-mass-psychomanipulation/">als er Bloggen als eine der besten Methoden charakterisierte</a>, um solche Phänomene zu verstehen - und aktiv zu beeinflussen (&#8221;a training ground for mass psychology and manipulation&#8221;).</p>
<p>In seinem Blogpost geht Arrington anders als Erz nicht vom Nutzer, sondern vom Urheber der Information (in diesem Fall: Blogger) aus, die später zum &#8220;Supermem&#8221; oder zumindest zum Shitstorm anwachsen kann. Und dieser Urheber habe enorme Einflussmöglichkeiten auf seine Leser, da er - im Gegensatz zu den Autoren der traditionellen Massenmedien - über unmittelbare Feedbackmöglichkeiten verfüge:</p>
<blockquote><p>Old media types (&#8230;) generally have an editorial agenda, certain writing rules, and editors to please. There are too many layers between them and the direct feedback loop. so they evolve much more slowly. Bloggers have a direct line to the collective mind.
</p></blockquote>
<p>Wenn Arrington diese Feedbackmöglicheiten dann von der digitalen in die kohlenstoffliche Welt projiziert, indem er die Möglichkeiten von Bloggern mit denen von Politikern und Predigern vergleicht, spricht er meines Erachtens einen interessanten Punkt an:</p>
<blockquote><p>I imagine priests and rabbis and career politicians have much the same experience. Speaking publicly so frequently they learn exactly how to manipulate the audience, or the camera, to get the reaction they want. It doesn’t work on every individual, but the masses as a group are easy to manipulate.
</p></blockquote>
<p>Interessant, weil Leute wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geert_Lovink">Geert Lovink</a> und <a href="http://www.evgenymorozov.com/">Evgeny Morozov</a> an dieser Stelle unter Umständen widersprechen würden - zum Beispiel wenn es um die wirklichen Möglichkeiten geht, die sich Digitalaktivisten so bieten in der Politik.</p>
<p>Aber ich denke, die beiden würden auch nicht grundsätzlich abstreiten, dass die digitale Öffentlichkeit wächst und mit den Nebenwirkungen klarkommen muss.</p>
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		<title>Tanzeinlage XXVII</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 07:34:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorstena</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bilder und Symbole]]></category>

		<category><![CDATA[james brown]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer so tanzen kann wie James Brown, muss sich über die Wahl seiner Strickjacke keine Gedanken mehr machen.

(via Nerdcore)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer so tanzen kann wie James Brown, muss sich über die Wahl seiner Strickjacke keine Gedanken mehr machen.</p>
<p><!-- Smart Youtube --><span class="youtube"><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/7_xBT_xavzM&amp;rel=0&amp;color1=d6d6d6&amp;color2=f0f0f0&amp;border=0&amp;fs=1&amp;autoplay=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/7_xBT_xavzM&amp;amp;rel=0&amp;amp;color1=d6d6d6&amp;amp;color2=f0f0f0&amp;amp;border=0&amp;amp;fs=1&amp;amp;autoplay=0" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="355" ></embed><param name="wmode" value="transparent" /></object></span></p>
<p>(via <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2010/08/11/james-brown-performs-in-a-sweater/">Nerdcore</a>)</p>
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		<title>Machen wir uns nichts vor XXI</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 19:49:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorstena</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Zitate und Bonmots]]></category>

		<category><![CDATA[1990er Jahre]]></category>

		<category><![CDATA[Webdiskurs]]></category>

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		<description><![CDATA[ganz witzig, dass der linke und autonome diskurs von anfang an die entwicklungen eher mit skepsis beobachtet hat, weil ausgerechnet der rechte diskurs sich einige traditionelle linke konzepte auf das internet zurechtgemappt und umkodiert hat (postmoderner lingo wird zur kalifornischen ideologie, technischer fortschritt dient automagisch dem staat (überwachungstechnologien, ..) und/oder dem freien markt (biotech, …) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>ganz witzig, dass der linke und autonome diskurs von anfang an die entwicklungen eher mit skepsis beobachtet hat, weil ausgerechnet der rechte diskurs sich einige traditionelle linke konzepte auf das internet zurechtgemappt und umkodiert hat (postmoderner lingo wird zur kalifornischen ideologie, technischer fortschritt dient automagisch dem staat (überwachungstechnologien, ..) und/oder dem freien markt (biotech, …) und/oder den telcos und medienkonzernen (we will like totally rock the cyberspace), ..), was den linken diskurs auf eine seltsame position des befürchtens festnagelte. gleichzeitig haben sie den gegner und seine kommende macht so hoch phantasiert, dass nur aktivismus, sabotage der netze, symbolische interventionen, usw. als handlungsspielraum blieb (&#8230;).</p>
<p>(wir wissen alle, dass informationen und wissen nichts anderes als mittel eines herrschaftsapparates sind, den gilt es also an der wurzel zu bekämpfen; unterm strich wurde das baby jedenfalls mit dem grundsätzlichen antikapitalismus ausgeschüttet).</p></blockquote>
<p>Markus Spath sichtet <a href="http://hackr.de/2010/08/29/die-grosse-enttaeuschung">alte Bücher bzw. vergessene Webdiskurse aus den 1990er Jahren</a> und stellt fest: seinerzeit war politisiert, was heutzutage &#8220;gebabbelt&#8221; ist.</p>
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		<title>Stuttgart 21</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 22:17:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorstena</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Interkulturelles und Milieus]]></category>

		<category><![CDATA[deutsche bahn]]></category>

		<category><![CDATA[ice sprinter]]></category>

		<category><![CDATA[stuttgart 21]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Schwaben wieder. Dieses Mal protestieren sie - das hätte man ihnen gar nicht zugetraut. 
Bemerkenswert.
Einmal, weil das ja wirklich ein anschwellender Protestgesang ist (von @notizenmacher):
Nix gegen die Gegner der &#8216;Gegner&#8217; von #S21, aber sie haben nicht die Stimme ihrer Gegner und werden sie nicht bekommen; diese Vielfalt&#8230;
Zum anderen aber auch wegen der Sache, gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.thorstena.de/?p=2232">Schwaben</a> wieder. Dieses Mal protestieren sie - das hätte man ihnen gar nicht zugetraut. </p>
<p>Bemerkenswert.</p>
<p>Einmal, weil das ja wirklich ein anschwellender Protestgesang ist (von @<a href="https://twitter.com/Notizenmacher/status/22383848023">notizenmacher</a>):</p>
<blockquote><p>Nix gegen die Gegner der &#8216;Gegner&#8217; von #S21, aber sie haben nicht die Stimme ihrer Gegner und werden sie nicht bekommen; diese Vielfalt&#8230;</p></blockquote>
<p>Zum anderen aber auch wegen der Sache, gegen die protestiert wird (@<a href="https://twitter.com/ennomane/status/22310242727">ennomane</a>):</p>
<blockquote><p>Ich finde das ja immer noch krass &#8212; es passiert so viel Scheiße auf der Welt, aber die Stuttgarter asterixen gegen einen &#8230; äh &#8230; Bahnhof
</p></blockquote>
<p><a href="http://www.thorstena.de/wp-content/uploads/2010/08/icesprinter.jpg"><img src="http://www.thorstena.de/wp-content/uploads/2010/08/icesprinter-300x229.jpg" alt="" title="icesprinter" width="300" height="229" class="alignleft size-medium wp-image-3022" /></a></p>
<p>Ich hab mal zum besseren Verständnis den Grundriss von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart_21">Stuttgart 21</a> abgebildet.</p>
<p>&#8230; <em>(Denkpause)</em></p>
<p><del datetime="2010-08-28T22:13:54+00:00">&#8230; <em>(noch ne Denkpause)</em></del></p>
<p>Ja, gut, ist doch nur ein Frühstück im ICE-Sprinter von Berlin nach Frankfurt/Main (20 Euro Aufpreis, rund 30 Minuten schneller - deshalb Sprinter).</p>
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		<title>Bücher lesen als Stigma</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 20:05:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorstena</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Interkulturelles und Milieus]]></category>

		<category><![CDATA[Austin Considine]]></category>

		<category><![CDATA[bücher]]></category>

		<category><![CDATA[E-Book]]></category>

		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

		<category><![CDATA[Lesen]]></category>

		<category><![CDATA[margarete mitscherlich]]></category>

		<category><![CDATA[Nicholas Carr]]></category>

		<category><![CDATA[stigma]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Economist hat einen Artikel in der New York Times kommentiert, der von Austin Considine geschrieben wurde und nicht zufällig in der Fashion-&#038;-Style-Rubrik erschienen ist. &#8220;E-Books Make Readers Less Isolated&#8221; heißt das Ding, und selten habe ich eine uncoolere Begründung gelesen, warum E-Books cooler sind als Bücher - da bin ich ganz beim Economist-Kommentar.
Einmal werde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Economist hat einen <a href="http://www.economist.com/blogs/prospero/2010/08/e-books_and_bookworms?fsrc=scn/fb/wl/bl/fullofchic">Artikel in der New York Times kommentiert</a>, der von <a href="http://trueslant.com/austinconsidine">Austin Considine </a>geschrieben wurde und <a href="http://www.nytimes.com/2010/08/22/fashion/22Noticed.html?_r=2&#038;ref=technology">nicht zufällig in der Fashion-&#038;-Style-Rubrik</a> erschienen ist. &#8220;E-Books Make Readers Less Isolated&#8221; heißt das Ding, und selten habe ich eine uncoolere Begründung gelesen, warum E-Books cooler sind als Bücher - da bin ich ganz beim Economist-Kommentar.</p>
<p>Einmal werde man häufig von Leuten angesprochen, wenn man mit einem solch hippen Technogerät wie dem ipad durch die Gegend laufe, schreibt Considine. Das könne durchaus dazu führen, dass das Lesen in der Öffentlichkeit bald nicht mehr mit dem &#8220;sozialen Stigma&#8221; des Bücherwurms belegt werde. Dann zitiert er einen Kommunikationsprofessoren, der die unterstellte bessere Ansprechbarkeit von E-Reader-Lesern gegenüber Bücher-Lesern auch auf die technologischen Voraussetzungen der Medien bezieht (Buch geschlossenes, Reader offenes System) und sich im Folgenden eher wie ein abgewichster Agenturmarketingmensch als ein Gelehrter anhört:</p>
<p>&#8220;Buying literature has become cool again.&#8221;</p>
<p>(Immerhin bringt Considine zum Schluss des Artikels noch eine Stimme, die das Gegenteil behauptet - quasi als journalistische Reminiszenz.)</p>
<p>Die Entgegnung im Economist geht jetzt nicht in die neurologische Richtung, wie <a href="http://www.roughtype.com/">Nicholas Carr</a> sie zum Beispiel vertritt nach dem Motto: Wir sind nur noch in der Lage, Texthäppchen zu konsumieren; ein Buch wie <a href="http://www.klassiker-der-weltliteratur.de/krieg_und_frieden.htm">Krieg und Frieden</a> liest keiner mehr durch, und daran ist Technologie schuld.</p>
<p>Aber sie macht auf einen Aspekt aufmerksam, den konzentriertes, fokussiertes Lesen mit sich bringt: den der Realitätsausklinkung sozusagen.</p>
<blockquote><p>I was always under the impression that books served a dual purpose: not only do they offer a world to enter, but also they offer an affordable means of escape from the world we&#8217;re in. What a nice cloak a book can be on the subway or the train, or while sitting at a bar, enjoying the buzz of humanity while absorbed in something else.
</p></blockquote>
<p>Jo, das hat mich unter anderem auch am Lesen von Anfang an fasziniert. Wahrscheinlich habe ich mir deshalb irgendwann einmal ein Zitat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Margarete_Mitscherlich">Margarete Mitscherlichs</a> notiert, dessen Quelle ich leider verbaselt habe; ich meine, es war ein Interview, in der Zeit oder so:</p>
<blockquote><p>Lesen hieß für mich immer, neue geistige Welten zu erschließen (&#8230;). Außerdem hieß Lesen, unansprechbar zu sein.</p>
<p>Allein.</p></blockquote>
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		<title>Ein Plädoyer für mehr Bildung</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 09:59:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorstena</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bilder und Symbole]]></category>

		<category><![CDATA[Bildung]]></category>

		<category><![CDATA[jugend]]></category>

		<category><![CDATA[österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Ansonsten ohne Worte.

Gefunden via Satireminister. Quelle: youtube-channel von society24.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ansonsten ohne Worte.</p>
<p><!-- Smart Youtube --><span class="youtube"><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/LKmhuzOrDc0&amp;rel=0&amp;color1=d6d6d6&amp;color2=f0f0f0&amp;border=0&amp;fs=1&amp;autoplay=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/LKmhuzOrDc0&amp;amp;rel=0&amp;amp;color1=d6d6d6&amp;amp;color2=f0f0f0&amp;amp;border=0&amp;amp;fs=1&amp;amp;autoplay=0" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="355" ></embed><param name="wmode" value="transparent" /></object></span></p>
<p>Gefunden via <a href="http://www.satireministerium.de/">Satireminister</a>. Quelle: youtube-channel von <a href="http://www.youtube.com/user/society24">society24</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Boulevard</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 19:56:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorstena</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Zitate und Bonmots]]></category>

		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>

		<category><![CDATA[diskussionskultur]]></category>

		<category><![CDATA[Martin Lindner]]></category>

		<category><![CDATA[Sascha Lobo]]></category>

		<category><![CDATA[Webdiskurs]]></category>

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		<description><![CDATA[Man sollte das Netz auch nicht zu ernst nehmen. Und überhaupt: diese ganze Street-View-Debatte. Irrationale Ängste und Culture-Clash-Fronten auf der einen Seite; Charakterlose und asoziales Pack auf der anderen.
Ehrlich gesagt bin ich ganz schön angenervt - jetzt nicht nur von dieser speziellen Debatte, sondern auch von der so genannten und viel beschworenen Diskussionskultur im Netz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man sollte das Netz auch nicht zu ernst nehmen. Und überhaupt: diese ganze Street-View-Debatte. <a href="http://netzwertig.com/2010/08/20/digitalisierung-die-deutsche-angst/">Irrationale Ängste</a> und <a href="http://blog.zdf.de/zdfdasblog/2010/08/erst-dienste-wie-street-view-m.html">Culture-Clash-Fronten</a> auf der einen Seite; <a href="http://www.fixmbr.de/mit-jens-best-hat-die-haessliche-fratze-der-charakterlosigkeit-ein-gesicht-bekommen/">Charakterlose</a> und <a href="http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1683670/">asoziales Pack</a> auf der anderen.</p>
<p>Ehrlich gesagt bin ich ganz schön angenervt - jetzt nicht nur von dieser speziellen Debatte, sondern auch von der so genannten und viel beschworenen Diskussionskultur im Netz überhaupt. (Ja ja, ich weiß, ist jetzt auch nichts Neues).</p>
<p>Ich für meinen Teil bin seinerzeit nicht ins Netz und ans Bloggen gegangen, um Recht zu haben, sondern weil ich neugierig und an fachlichem Austausch interessiert war (und bin). Militante Rechthaber kenne ich im kohlenstofflichen Leben bereits zu Genüge. (Aber das ist natürlich naiv; das hat so ein bisschen was von Sozialwissenschaften studieren statt Jura oder BWL, weil man meint, da trifft man einfühlsamere Naturen; dabei ist wahrscheinlich nur die Häufung von Toleranzfanatikern und Doppelnamenträgern anders als anderswo.)</p>
<p>Aber aufhören und den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Köhler">Leberhorst</a> machen ist natürlich auch keine Lösung. Wie gesagt: Nicht zu ernst nehmen, das Ganze.</p>
<p>Also halte ich mit meinen begrenzt-bescheidenen Mitteln dagegen und picke ab sofort ab und zu ein Zitat oder einen Wortwechsel aus dem Netz heraus, das oder der mich amüsiert hat, lustig oder geistreich ist. Den Anfang mache ich mit einem Zitat über einen Netzprotagonisten, der hier allen bekannt sein dürfte: <a href="http://saschalobo.com/">Sascha Lobo</a>. (Und das hat übrigens jetzt gar nichts damit zu tun, wie genau er zu street view steht.)</p>
<p>Sascha habe ich hier schon einmal <a href="http://www.thorstena.de/?p=1329">als eitlen Pfau bezeichnet</a>, aber eingeräumt, dass ich ihn nicht kenne, und meine Meinung gerne korrigiere, falls ich das Kennenlernen vielleicht mal bei einem Kaffee nachholen darf. Das haben wir mal nachgeholt, und - ohne ihn jetzt wirklich wirklich zu kennen oder gar mit ihm richtig richtig befreundet zu sein: Er ist in Ordnung. Vielleicht ist er sogar schwer in Ordnung. Auf jeden Fall ist er mir sympathisch. Und - auch wenn das einigen ja so gar nicht in den Kram passt - es ist ganz wichtig für die deutsche Webgemeinde, dass es ihn gibt. Allein weil er in seiner nach wie vor exponierten Position als &#8220;Internet-Erklärer für den Mainstream&#8221; anders als viele andere in der Lage ist, sich selbst zu hinterfragen und nicht alles im Netz unbedingt allzu ernst nehmen muss.</p>
<p>Ja, ich glaube, der Mann hat Humor.</p>
<p><a href="http://www.thorstena.de/wp-content/uploads/2010/08/saschalobo.jpg"><img src="http://www.thorstena.de/wp-content/uploads/2010/08/saschalobo-300x268.jpg" alt="" title="saschalobo" width="300" height="268" class="alignleft size-medium wp-image-2990" /></a></p>
<p>Aber er ist natürlich auch &#8220;ein kluger Kopf, obwohl er Werber ist&#8221;, was <a href="http://microinformation.wordpress.com/">Martin Lindner</a> einmal über ihn gesagt hat, bei dem sich in meinen Augen einige eine Scheibe abschneiden können, wenn es darum geht, Ehrlichkeit und Höflichkeit im Webdiskurs geistreich zu kombinieren. Und das hat er zum Beispiel mit folgendem Zitat, das <a href="http://evideo.htw-berlin.de/weblog/kolumnen/lindner20/identitt-2-0-das-hier-ist-privatbesitz/">aus einem Text zum Thema &#8220;Identität 2.0&#8243;</a> stammt, blumig unter Beweis gestellt:</p>
<blockquote><p>Die alte “bürgerliche Fassade” gibt es nicht mehr. Das Private und Intime ist längst so durcheinander geraten wie jetzt unsere Vorstellung von Öffentlichkeit. Das Abendland ist untergegangen. Im Fernsehen spricht das Internet in Gestalt eines höflichen Mannes im Anzug, der einen orangen Irokesen und einen Asozialen-Punker-Schnauzbart trägt. Und selbst der weiß nicht genau, wie er künftig sein Geld verdienen wird: Die lustige Lifestyle-Werbung, die er als Werbetexter einmal machen wollte, ist ja auch schon von Gestern.
</p></blockquote>
<p>(So in etwa stelle ich mir Diskussionsbeiträge im Netz vor: exakt und kritisch einerseits, aber auch mit einem Schuss Empathie für den Kritisierten andererseits. Auf jeden Fall aber in einem Ton, der einen anschließenden Dialog zulässt, vielleicht sogar befördert<del datetime="2010-08-23T21:20:41+00:00"> - aber das ist wahrscheinlich erneut naiv</del>.)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>berlin en miniature</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 21:27:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorstena</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bilder und Symbole]]></category>

		<category><![CDATA[Berlin]]></category>

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		<category><![CDATA[pilpop]]></category>

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		<description><![CDATA[Pil hat da eine Hommage an Berlin gedreht, die die Stadt meist aus der Vogelperspektive zeigt und so - neben Architekturen - vor allem Verkehrsströme zeigt: Menschen, Autos, Straßenbahnen in Bewegung. Sehr nett gebrochen wird das Ganze durch einen Miniatur-Effekt. Wirklich gelungen, diese Bilder.
Wie das ging, erzählt er auf Vimeo so:
Gefilmt mit meiner geliebten Sony [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.youtube.com/pilpop">Pil</a> hat da <a href="http://vimeo.com/14014317">eine Hommage an Berlin gedreht</a>, die die Stadt meist aus der Vogelperspektive zeigt und so - neben Architekturen - vor allem Verkehrsströme zeigt: Menschen, Autos, Straßenbahnen in Bewegung. Sehr nett gebrochen wird das Ganze durch einen Miniatur-Effekt. Wirklich gelungen, diese Bilder.</p>
<p>Wie das ging, erzählt er auf Vimeo so:</p>
<blockquote><p>Gefilmt mit meiner geliebten Sony HC9. Geschnitten und bearbeitet mit Sony Vegas Pro 9. Den Miniatur Effekt nennt man Tilt Shift, dessen Ursprung von einem bestimmten Objektiv stammt, mit dem man sonst eher Architektur fotografiert aber dieser Effekt ein Nebenprodukt ist. Digital lässt sich dieser Effekt nachstellen.</p>
<p>Die geniale Musik stammt von &#8220;Franz Liszt&#8221; mit &#8220;Hungarian Rhapsody No.2&#8243;.</p></blockquote>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/14014317" width="400" height="193" frameborder="0"></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/14014317">Little Big Berlin</a> from <a href="http://vimeo.com/pilpop">pilpop</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
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		<title>Sommerhit</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 08:58:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorstena</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bilder und Symbole]]></category>

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		<description><![CDATA[Musikcharts gehen schon seit Jahrzehnten an mir vorüber; die Titel, die in den Verkaufslisten auftauchen, sind einfach zu grausam. Neulich war ich mal wieder auf so einer Veranstaltung, auf der solche Sachen gespielt werden - und da kam irgendwann so ein Song, der wirklich ganz lustig ist und direkt in die Beine geht.
We No Speak [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Musikcharts gehen schon seit Jahrzehnten an mir vorüber; die Titel, die in den Verkaufslisten auftauchen, sind einfach zu grausam. Neulich war ich mal wieder auf so einer Veranstaltung, auf der solche Sachen gespielt werden - und da kam irgendwann so ein Song, der wirklich ganz lustig ist und direkt in die Beine geht.</p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/We_No_Speak_Americano">We No Speak Americano</a> heißt das Ding, und ich dürfte tatsächlich einer der wenigen sein, der es gerade zum ersten Mal gehört hat und auch nicht wusste, dass es selbst in Deutschland Nummer eins der Charts ist.</p>
<p>Das Video ist auch ganz lustig, so im Charlie Chaplin/Buster Keaton-Style.</p>
<p><!-- Smart Youtube --><span class="youtube"><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/LkjljBNTLs4&amp;rel=0&amp;color1=d6d6d6&amp;color2=f0f0f0&amp;border=0&amp;fs=1&amp;autoplay=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/LkjljBNTLs4&amp;amp;rel=0&amp;amp;color1=d6d6d6&amp;amp;color2=f0f0f0&amp;amp;border=0&amp;amp;fs=1&amp;amp;autoplay=0" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="355" ></embed><param name="wmode" value="transparent" /></object></span></p>
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		<title>Laubenpieper und Datenkraken</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 19:17:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorstena</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Algorithmen und Maschinen]]></category>

		<category><![CDATA[Konzepte und Ideen]]></category>

		<category><![CDATA[digitale öffentlichkeit]]></category>

		<category><![CDATA[Google]]></category>

		<category><![CDATA[Internet]]></category>

		<category><![CDATA[Öffentlicher Raum]]></category>

		<category><![CDATA[regulierung]]></category>

		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

		<category><![CDATA[Staat]]></category>

		<category><![CDATA[street view]]></category>

		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin mir gar nicht sicher, ob Heribert Prantl - ganz entgegen dem energischen Einspruch Thomas Stadlers - nicht doch Recht hat, mit seinem Einwand, dass der Teufel los wäre, wenn der Staat ein Projekt wie Street View fahren würde und nicht ein Unternehmen wie Google:
Die Street View-Freunde trauen Google mehr als dem Staat, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin mir gar nicht sicher, ob <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heribert_Prantl">Heribert Prantl</a> - ganz entgegen dem energischen <a href="http://www.internet-law.de/2010/08/die-groteske-um-street-view.html">Einspruch Thomas Stadlers</a> - nicht doch Recht hat, mit seinem <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/bilder-dienst-street-view-google-is-watching-you-1.988457">Einwand, dass der Teufel los wäre, wenn der Staat ein Projekt wie Street View fahren würde</a> und nicht ein Unternehmen wie Google:</p>
<blockquote><p>Die Street View-Freunde trauen Google mehr als dem Staat, die Gegner trauen Google weniger. Dabei gibt es keinen Anlass, Google einen Vertrauensvorschuss zu gewähren. (&#8230;) Der Vorteil bei den Datenspeichereien des Staates ist, dass man dagegen wirksam klagen kann. Gegen den Staat gibt es guten Rechtsschutz, weil es Gesetze gibt, die ihn binden. Gesetze, die eine umfassende Datenerfassung und deren globale Verbreitung à la Street View regeln, gibt es nicht. Bislang scheute sich der Staat vor der Regulierung.
</p></blockquote>
<p>Da ist meiner Meinung nach etwas dran; allein weil <a href="http://www.thorstena.de/?p=2408">wie zum Beispiel auch beim Thema Zensur</a> wir aus historischer Perspektive einfach sensibler gegenüber staatlichen Eingriffen sind als gegenüber solchen, die von unternehmerischer Seite kommen.</p>
<p>So sagt auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Seibt">Gustav Seibt</a> zwar ganz richtig, dass die Einwände gegen Street View vorwiegend aus einer ganz bestimmten Ecke kommen:</p>
<blockquote><p>Der jetzige Widerspruch gegen Street View zeigt kultursoziologisch die Privatstraßenmentalität von Laubenpiepersiedlungen, Vorortvierteln und Villenkolonien.
</p></blockquote>
<p>Aber, so Seibt, <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/google-street-view-im-geiste-der-laubenpieper-1.988151">das eigentliche Problem sei ein anderes</a>, nämlich - selbst unter Ausschließung des Sonderfalls Soziale Netzwerke, in denen &#8220;wenigstens eine Art Symmetrie&#8221;, also Austausch von Nutzer(n) zu Nutzer(n), gewährleistet sei - die Herstellung einer &#8220;<a href="http://mspr0.de/?p=1569">digitalen Öffentlichkeit</a>&#8221; bzw. öffentlicher Daten, die vor allem von einem Unternehmen (sprich: wirtschaftlichen Interessen) erst ermöglicht wird.</p>
<p>Denn Google sei eine</p>
<blockquote><p>Firma (&#8230;), die inzwischen den übergroßen Teil personenbezogener Daten nicht nur zugänglich macht, sondern auch selbst generiert. Und das wird zum Problem auch dann, wenn all diese Daten zweifelsfrei öffentlich sind. (&#8230;) Das Google-Problem besteht nicht in der Verletzung der Privatsphäre, sondern in der Monopolisierung des öffentlichen Raums.
</p></blockquote>
<p>Auch Google geht es um wirtschaftliche Interessen, was seit<a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-08/google-verizon-mittelalter"> der Sache mit der Netzneutralität und Verizon</a> auch in der Blogosphäre gemeinhin bekannt sein dürfte, und nicht um die Qualität und Rahmenbedingungen digitaler Öffentlichkeiten.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5F6867/Doc~EE6DD5DC4A57E4B92AA1F239EBF9F9858~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Carsten Knop</a> hat das folgendermaßen beschrieben: </p>
<blockquote><p>Darüber denken die Google-Strategen tatsächlich nach: Wie kann das Unternehmen auch in zehn oder zwanzig Jahren noch im Zentrum des Internet-Suchgeschäfts und damit der so lukrativen Online-Werbung stehen? (&#8230;)  Was das mit Street View zu tun hat? Der Dienst ist ein kleiner Baustein in der Strategie von Google, sich für die künftigen Anwendungen im Internet zu rüsten. Dabei geht es nicht um das Ausspionieren von Menschen, sondern um die Möglichkeit, dem künftig in der Regel mobilen Internetnutzer zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort geeignete Werbeangebote machen zu können. </p></blockquote>
<p>Das Problem seien nicht die öffentlichen Daten an sich, sondern deren Masse und Verknüpfungsmöglichkeiten:</p>
<blockquote><p>Die Menschen wissen nicht mehr, wie viele Daten wo von ihnen öffentlich oder nur für den Staat zugänglich gespeichert sind. Man hat den Überblick verloren – und ahnt, dass das in der Zukunft noch schlimmer wird, wenn noch mehr Daten von Amazon, Apple, Google, Microsoft oder anderen Unternehmen in dezentralen Rechenzentren, also der Datenwolke „Cloud“, gespeichert und miteinander verknüpft werden.
</p></blockquote>
<p>Die Monopolisierung des öffentlichen Raums durch &#8220;die Wirtschaft&#8221; - das kann keine Alternative zu staatlicher Regulierung oder gar Willkür sein. Wenn es so etwas wie die digitale Öffentlichkeit gibt, sollte sie sich für die Rechte der eigentlichen Akteure - der Nutzer - einsetzen und sich nicht auf eine von beiden Seiten schlagen.</p>
<p>Es wäre nichts weniger als ihre eigentliche Existenzberechtigung.</p>
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