Monatsarchiv für März 2009

 
 

Runterkommen bitte

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Der Freitag ist das spannendste Projekt auf dem deutschen Zeitungsmarkt seit der Etablierung des Magazins Focus vor 16 Jahren - dazu sympathischer und ambitionierter und in einem weitaus schwierigeren Umfeld gestartet.

In einem weitaus schwierigeren Umfeld gestartet, weil es derzeit verwegen erscheint, eine Zeitschrift zu erwerben, ihr Konzept umzukrempeln und dann auch noch darauf zu hoffen, dass dies funktioniert und sich trägt. Wo doch in den USA die Stimmen immer lauter werden, dass man Journalismus sehr wohl, auf Papier gedruckte Presserzeugnisse aber nicht unbedingt bräuchte (Clay Shirky: Newspapers and Thinking the Unthinkable) und alle nur noch darauf zu warten scheinen, wann mit der New York Times eines der Flagschiffe des Zeitungsjournalismus überhaupt vor die Hunde geht. Das hätte sich vor 16 Jahren noch niemand träumen lassen; da ging es nur darum, ein Stückchen vom fetten (Spiegel)-Kuchen abzuzwacken – was ja auch gelang.

Ambitionierter, weil Focus “nur” ein erfolgreiches Konzept, eben das des Spiegels, modifizierte, während der Freitag zumindest in der deutschen Presselandschaft etwas wirklich Neues macht: der “Tendenz zur Normierung” (Jakob Augstein) in der deutschen Presse mit Hilfe des Mitmachwebs etwas entgegenzusetzen sucht. Und das auch noch links der Mitte, wenngleich undogmatisch, mit einem Blatt, dessen Bekanntheitsgrad sich jenseits altlinker und professoraler Milieus in Grenzen hält.

Und sympathischer, weil Jakob Augstein nicht feist und selbstzufrieden wirkt (was manche Helmut Markwort ja unterstellen mögen), weil er offensichtlich etwas erreichen möchte, was jenseits monetärer Gesichtspunkte liegt, und weil es nicht viele Chefredakteure gibt, denen man abnimmt, Leser oder gar  mitschreibende Kommentatoren und Blogger ernst zu nehmen. (Da fällt mir ansonsten nur noch Jochen Wegner von Focus online (ausgerechnet!) ein, auf die Schnelle jedenfalls.)

Vielleicht sollten einige Blogger mal ihr Ego morgens im Schlafzimmer einschließen und darüber nochmal nachdenken. Ich habe ja überhaupt nichts dagegen, Journalisten hart anzupacken, die es verdient haben. Aber alles Scheiße finden, nur weil es nicht so läuft, oder langsamer läuft, oder gar nicht läuft, wie man sich das vorgestellt hat, ist auch keine Heldentat. Genauso wenig wie den Freitag mit dem unsäglichen Zoomer-Experiment auf eine Stufe zu stellen, und von unterschiedlichen, schwer zu vereinbarenden Kulturen zu sprechen.

Es ist nunmal so, dass es bei der Zusammenarbeit von gewachsenen Institutionen (wie einer Zeitschrift) mit einer unverbundenen Ansammlung von Individuen (wie der Blogosphäre) kracht und knirscht. Aber nur weil “die Institutionen” sich häufig schlecht benehmen, indem sie ihre Größenvorteile unnachgiebig ausnutzen (siehe DFB vs. Weinreich), müssen “die Blogger” ja nicht mit dem Holzhammer kommen, wenn die Kräfteverhältnisse einmal anders liegen – wenn zum Beispiel, wie im Falle des Freitags, Flexibilität gefragt ist.

Also: Man muss ja nicht gleich immer mit dem Arsch rum sein. Das ist peinlich, kontraproduktiv und lässt Hybris aufscheinen.

Tanzeinlage

Tanzeinlage in einer Sportstudio-Ausstrahlung während der 70er. Mit Hajo Friedrichs, Günter Netzer und dem Farbphilosophen Friedrich Ernst von Garnier, der die Fußballtrikots entworfen hat, die die Tänzer tragen. Wunderbar.

Gefunden bei Fontblog

httpv://www.youtube.com/watch?v=ji6r7J6L2bk&eurl=http%3A%2F%2Fwww%2Efontblog%2Ede%2Fder%2Dfarbphilosoph%2Dfriedrich%2Dernst%2Dvon%2Dgarnier&feature=player_embedded

Das Internet als Wahrnehmungsfolie

Es ist schon interessant zu beobachten, wie sich gegenwärtig einzelne Diskussionen um die Existenz oder eben Nicht-Existenz einer Net Generation im deutschsprachigen Raum zu einer umfassenderen Debatte ausweiten. Die Digital Natives – die Vertreter dieser Generation, denen gemeinhin nachgesagt wird, nach 1980 geboren und so mit dem Internet als Alltagsmedium aufgewachsen zu sein oder (man will ja niemanden aufgrund seines Geburtsdatums ausschließen) sich inzwischen mit der digitalen Welt so verbunden zu fühlen, dass sie diese als wichtigen Bestandteil ihrer Gesamtpersönlichkeit sehen – stehen sinnbildlich für die so genannte digitale Revolution und die gesellschaftlichen Entwicklungen, die diese nach sich ziehen wird.

Dass das Thema “Die ‘Generation Internet’ im Wissensmanagement von morgen” es nun schon in die Liste der 12 Leitthemen geschafft hat, die im Oktober in Frankfurt am Main durch den Wissensmanagement-Kongress Knowtech führen sollen, dürfte diejenigen erfreuen, die sich eine tiefer gehende Debatte zum Thema wünschen: Die Initiative DNAdigital zum Beispiel, auf deren Kompendium “Wenn Anzugträger Kapuzenpullis treffen” nun auch Jochen Robes auf seinem Weiterbildungsblog hingewiesen hat. (Ähem, fand ich natürlich gut, dass nicht nur ich, sondern auch Robes das ausführliche Interview mit Peter Kruse als Herzstück der Textsammlung ausgemacht hat.) Oder der “digitale Immigrant” Martin Lindner, der am 16. März freimütig twitterte, der Generationen-Aufhänger sei “ein wenig flach auf die Dauer”, aber taktisch “vermutlich nötig”, um die “Web-Revolution zu propagieren”. Denn eigentlich, so Lindner, sei die digitale Revolution ein Thema, das alle betreffe, nicht nur die Vertreter der Net Generation. (Lindner selbst steckt gerade in der Planung eines interessanten “selbstorganisierten Konferenz-Projektes“, das nach dem Vorbild der US-amerikanischen HackingEducation Köpfe vernetzen soll, die sich über Bildung im Web-2.0-Zeitalter Gedanken machen.)

Und so fungiert das Thema digitale Revolution als eine Art Wahrnehmungsfolie, auf der vermeintlich kommende gesellschaftliche Entwicklungen diskutiert werden - als Hebel, um sich über dieses zweifellos wichtige Thema öffentlichkeitswirksam auszutauschen. Die Frage ist dann zum Beispiel nicht, wie vielleicht vordergründig diskutiert wird, ob man Twitter cool und nützlich findet, sondern ob man das Phänomen in seinem Kontext - Microblogging und Web 2.0 - für wichtig oder gar richtungsweisend ansieht. Vermutlich twitterte Martin Lindner (ebenfalls am 16. März) deshalb auch kritisch zu Sascha Lobos Artikel, den er als Reaktion auf eine Kolumne Harald Martensteins in der Zeit geschrieben hat. Dort ernennt Lobo Twitter bzw. Microbloggen zum Microphänomen und begründet dies zum Beispiel mit gerade einmal (von ihm nach eigener Aussage selbst geschätzten) 50000 Twitter-Nutzern in Deutschland - ansonsten glänzt er dort aber mit einem hübschen Bild, das Martensteins Aussage widerlegen soll, es sei im Sinne des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte widersprüchlich, “gegen Videokameras in Umkleidekabinen” zu sein und “gleichzeitig die totale Vernetzung als Fortschritt” zu feiern:

“Diese Passage ist (…) vor allem falsch, weil sie die selbstgesteuerte Vernetzung und das freiwillige Einstellen von Daten vergleicht mit Videokameras in Umkleidekabinen. Der Unterschied ist der gleiche wie zwischen “sich im Klo einschliessen” (toll, manchmal) und “im Klo eingeschlossen werden” (untoll, immer).”

Aber das ist eine andere Baustelle.

Machen wir uns nichts vor V

“Irgendwann liegt alles hinter uns, was wir hätten werden können, und wenig später auch: Was wir geworden sind.”

Melancholie Modeste

U-Bahn global mehr als Taubenscheiße weltweit

Die Bewohner des Berliner Stadtviertels Prenzlauer Berg dürften mitunter auf den Gedanken kommen, die Schwaben seien vielleicht die relevanteste Einwanderergruppe Berlins (neben den Türken; man geht ja gerne auch in Kreuzberg clubben, nicht wahr?). Laut des Beauftragten des Berliner Senats für Integration und Migration sind aber neben den Türken, die mit 114000 Köpfen tatsächlich die größte Einwanderergruppe stellen, die Polen (44000) sowie Serben und Montenegriner (23370) besonders zahlreich in der Hauptstadt vertreten (Stand: 31.12.2007). (Fairerweise sollte man sagen, dass die Schwaben in dieser Statistik natürlich gar nicht geführt werden und es unbekannt ist, wie viele in Berlin wohnen. Offenbar aber so viele, dass sie zum Feindbild taugen.)

Wen das wundert, sollte an die Geschichte und Lage der Stadt denken: Berlin liegt in Mitteleuropa, von mir aus auch in Ostmitteleuropa. Insofern sollte man Berlin nicht mit Paris, London oder Madrid in einen Topf werfen, sondern mit Prag, Sankt Petersburg oder Budapest. Und das ist jetzt keine Nachricht aus verflossenen Zeiten. Die aktuellen Zahlen des Berliner Senats bestätigen den Ausspruch des ungarischen Schriftstellers György Konrád, Berlin sei die einzige Stadt, in der Ost und West wirklich zusammen lebten. Gut 30 Prozent der rund 470000 (offiziell gemeldeten) Zuwanderer, die in Berlin leben, kommen aus Mittel- bzw. aus Osteuropa (inklusive der asiatischen Gebiete der ehemaligen Sowjetunion).

Klingt überzeugend, oder?

Muss aber trotzdem nicht stimmen. Jáchym Topol zum Beispiel hält die Unterschiede zwischen West- und Osteuropa nach wie vor für sehr groß und macht dies an Berlin fest, was nach der gerade erwähnten Logik ja keinen rechten Sinn ergibt. Doch der tschechische Schriftsteller denkt offenbar zunächst einmal nicht an historische oder geographische, sondern an jüngere politische Grenzen – den Eisernen Vorhang zum Beispiel. Und so kann er seine jüngst in Berlin gewonnenen Eindrücke zum West-Ost-Vergleich heranziehen:

“Zum Beispiel eine Fahrkartenkontrolle in der U-Bahn. Hier in Berlin zeigen sämtliche Fahrgäste einfach ihre Fahrkarte vor. In Prag wäre das undenkbar, dort nesteln viele Leute absichtlich möglichst umständlich und langwierig in ihren Taschen herum, denn der Kontrolleur wird als Vertreter einer öffentlichen Institution nach wie vor als Feind betrachtet – und darum gilt es, ihn möglichst lange hinzuhalten, damit sich der Schwarzfahrer, der sich sicherlich auch in diesem Waggon befindet, rechtzeitig aus dem Staub machen kann. Bei jeder Fahrkartenkontrolle wird mir deshalb wieder klar, dass ich ein typischer Osteuropäer bin. Denn obwohl ich selbst heute nicht mehr schwarzfahre, stelle ich mich bei einer Fahrkartenkontrolle hier in Berlin oft schlafend. Ich habe in mir einfach diesen unwiderstehlichen Drang, die Kontrolleure zu provozieren.”

Irgendwie juckt mich diese Äußerung, und es ärgert mich, dass ich noch nie U-Bahn in Prag gefahren bin und mir so der konkrete Vergleich fehlt. Denn den Drang, die Kontrolleure zu ärgern, aufzuhalten oder eben zu provozieren – den spüre ich und (als leidgeprüfter U-Bahnfahrer kann ich das bestätigen) andere auch. Sich erst einmal genau den Kontrolleursberechtigungsschein zeigen lassen und dabei kurzsichtig blinzeln; ein dummes Gespräch über angemessene Umgangsformen anfangen, wenn man mal wieder einen vor der Nase hat, dem man den Job nie nie nie hätte geben sollen (und fürderhin bitte bitte bitte nie nie nie eine Uniform geben möge); zu behaupten, das Lichtbild am Ausweis sehe dem gegenwärtigen Kontrolleur ja gar nicht ähnlich; lange in der Geldbörse wühlen, um das Ticket dann doch noch zu finden – es gibt viele Möglichkeiten, allzu selbstherrlichen Kontrollettis die Laune zu verderben.

Wobei – trotz allem hat Topol ja durchaus Recht: Die positiv wirkenden Querulanten und Zivilcouragierten sind in der Berliner U-Bahn in der Minderheit, keine Frage. Und wenn er ebenfalls Recht damit hat, dass das unterirdische Kontrollritual in Prag anders abläuft, hätte er durchaus meinen Segen, diese Unterschiede mit vermeintlich vorhandenen Mentalitätsunterschieden zu erklären.

Schließlich hat die U-Bahn an sich einige typische Eigenschaften, auf deren Erwähnung ich hier keinesfalls verzichten mag; und keine Bange: Ich werde jetzt nicht von Pisse und Taubenscheiße schreiben, sondern von Marc Augé zum Beispiel, der mit seinen Essay “Ein Ethnologe in der Metro” seine bekannte ethnologische Abhandlung zu Orten und Nicht-Orten vorbereitete.

Nicht-Orte sind laut Augé Lokalitäten, die in den vergangenen Jahrzehnten entstanden sind und die Eigenschaft haben, für das Vorübergehende geschaffen zu sein, keine Identität zu haben, austauschbar zu sein: so wie Einkaufszentren, Flughäfen, Bürogebäude, Bahnhöfe. Transitorische Orte, die zu einer unentwirrbaren Masse, zu einem amorphen Klumpen im eigenen Kopf degenerieren – je schneller desto häufiger man diese aufsucht. Bis man dann so durcheinander ist, dass man gar nicht mehr recht weiß, ob man seinen Cheeseburger gerade auf dem Airport Shanghai oder doch in Moskau verzehrt.

Der U-Bahnhof an sich ist laut Augé aber mehr als ein Nicht-Ort der Übermoderne, sondern durchaus auch ein so genannter sozialer Raum, in den “ein Mindestmass an kollektiver Identität entstehe (…), das eine Gemeinschaft ausmacht.” Rolf Lindner vom Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt Uni in Berlin schreibt in diesem Sinne:

“Die symbiotische Beziehung [zwischen U-Bahn und Metropole] zeigt sich aber auch daran, dass das unterirdische Verteilernetz der U-Bahn eine Entsprechung zum sozialen Netzwerk der Stadtbewohner bildet. (…) [D]as Faszinierende am unterirdischen Verteilernetz besteht darin, dass die U-Bahn, einem fliegenden Teppich nicht unähnlich, den unmittelbaren Übertritt in eine andere soziale und kulturelle Welt möglich und damit die Vielfalt und Gegensätze der Metropole anschaulich macht: Wer [in Berlin] in Wittenau einsteigt und in der Boddinstraße aussteigt, hat nicht nur eine 36minütige U-Bahn-Fahrt, sondern auch eine traversée, eine Durchquerung des sozialen Raums hinter sich.”

So gesehen bewegt sich Topol auf den ausgetretenen Pfaden der wissenschaftlichen Stadterkundung, wer hätte das gedacht . . . Nun müsste man nur noch wissen, welche Linien genau er gefahren ist. Ich tippe auf die Strecken im Bereich Mitte - und Prenzlauer Berg.

Der wichtige Pedant

Broder hat versucht, ihn als Erbsenzähler hinzustellen; Don Alphonso lästert gerne, er müsse “bis zur Pension die Bild und andere Medien nach Fehlern absuchen” - wobei die Abneigung vice versa vorhanden ist; und wenn die taz ihn portraitiert und einen Fehler macht, ist der Aufschrei groß, wenn er diesen nicht höchstselbst zu korrigieren bereit ist.

Egal, im Grunde sollten wir dankbar sein, dass es Stefan Niggemeier gibt. Er ist so etwas – und das ist jetzt weder herablassend noch ironisch gemeint – wie das fleischgewordene Gewissen des deutschsprachigen Web 2.0. Zum Beispiel deshalb.

Der Turing-Test und die Folgen

“1956 fand im Dartmouth-College in Hanover, New Hampshire, eine Konferenz statt, die oft als Startschuss zur Künstlichen Intelligenz (KI) bezeichnet wird. Diese Konferenz hatten der damalige Assistant Professor für Mathematik John McCarthy und sein Freund Marvin Minsky vom Massachussetts Institute of Technology (MIT) organisiert. Angeregt von dieser Konferenz bildeten Minsky und McCarthy (1959) eine KI-Gruppe am MIT. Mitte des letzten Jahrhunderts also bekam die Künstliche Intelligenz Ort und Namen und erlebte gleich zu Beginn ihre wahrscheinlich euphorischste Phase”,

steht in Detlev Gantens Übersichtswerk zum Thema “Naturwissenschaften”. Den menschlichen Geist nachzubauen, ist das große Ziel der KI-Verfechter; und die ultimative Probe, um festzustellen, ob eine Maschine auch tatsächlich Geist besitzt, ist der so genannte Turing-Test. Der Mathematiker und Logiker Alan Turing postulierte in den 50er Jahren, dass man an einen Computer die gleichen Ansprüche stellen müsse wie an einen Menschen.

“Wenn eine Maschine sich (…) auf eine Weise mit einem Menschen unterhält, die keine Entscheidung darüber zulässt, ob das Gegenüber Mensch oder Computer ist, und eine Jury keinen Anlass hat, an der Intelligenz des Probanden zu zweifeln, dann hat sie den Test bestanden und wir können ihr mit dem gleichen Recht den Besitz von Geist zugestehen, wie wir ihn unseren Mitmenschen zugestehen”,

wird in Gantens Übersicht der Turing-Test beschrieben. Vor über 50 Jahren institutionalisierte sich also sozusagen die Überzeugung, dass der Geist “nichts weiter als ein Produkt aus geistlosen miteinander verschachtelten Ober- und Unterprogrammen” sei (Minsky). Und es etablierte sich die Sichtweise, den menschlichen Geist analog zum Innenleben eines Computers zu sehen. Per Analogieschluss war es dann denkbar, den Geist so zu verstehen wie einen Rechner.

Analogien - im Grunde die Feststellung und logische Weiterentwicklung von Übereinstimmungen unterschiedlicher Dinge hinsichtlich gewisser Merkmale - gelten übrigens als Springbrunnen wissenschaftlicher und künstlerischer Kreativität. Und die Analogie Geist-Computer ist nichts anderes als die Weiterentwicklung des alten mechanistischen Denkens, das der Menschheit seit der Antike hilft, Dinge besser zu verstehen. Im Grunde nahm die Sichtweise, sich Werden zu erklären durch ein regelmäßiges und automatisches Geschehen, ihren Ausgang bei den griechischen Philosophen Demokrit und Empedokles, die mehrere hundert Jahre vor unserer Zeitrechnung wirkten. Das hat sich so eingeprägt in der menschlichen Denkweise, dass der Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer wohl zurecht meint:

“Wir sollten uns immer fragen, ob wir schon gelernt haben, anders zu denken und das Zusammenspiel der erkannten Ebenen anders als in Vorstellungen zu erfassen, bei denen Werkzeuge und Maschinenteile eine Rolle spielen. Die Verführung durch die Maschinen steckt größtenteils in der Tatsache, dass sie von uns selbst entworfen und hergestellt werden, und man darf sich fragen, ob Menschen nicht ohnehin nur verstehen, was sie selbst machen können bzw. gemacht haben.”

Wie dem auch sei: Auf die Grenzen der Geist-Computer-Analogie wird gerne und seit längerem hingewiesen, dennoch hat sich Ari N. Schulman im The New Atlantic die Mühe gemacht, noch einmal ganz genau hinzuschauen und detailliert zu begründen, “why minds are not like computers“. Schulman widmet sich zunächst der Frage, wie Computer überhaupt funktionieren und meint:

“Broadly speaking, a computer is a machine that can perform many different procedures rather than just one or a few. In computer parlance, a procedure is known as an algorithm—a set of distinct, well-defined steps.”

Und grundsätzlich:

“The power of the computer derives not from its ability to perform complex operations, but from its ability to perform many simple operations very quickly.”

Da man aus der KI-Perspektive die Sinneseindrücke, denen der Mensch ausgesetzt ist, gerne als Input, und die Handlungen und Worte, die als Reaktion darauf erfolgen, ebenso gerne als Output sehe, sei es in KI-Kreisen bald zum Credo geworden, dass eine Nachbildung dieses menschlichen In- und Outputverhaltens menschliche Eigenschaften in Computern hervorrufe, schreibt Schulman weiter und sieht darin einen der schwerwiegendsten Fehler, die Geist-Rechner-Analogien jemals produziert haben.

Ausgangspunkt dieser Sichtweise ist für den Autor eben der Turing-Test, in dem der Geist ja auch nur anhand dieser Kriterien beurteilt wird und ansonsten als Black Box erscheint, deren Innenleben nicht interessiert. Solch eine behavioristische Sicht der Dinge ist alles andere als auf der Höhe der Zeit – übrigens auch aus der Informatik-Perspektive gesehen - und eine Black Box ist ganz offensichtlich nicht geeignet, die Komplexität des menschlichen Geistes zu beschreiben. Schulman aber wiederholt nicht nur diese alten Argumente und geht noch einen Schritt weiter, indem er den KI-Verfechtern nicht nur mangelnde Kenntnisse des menschlichen Geistes, sondern auch ein falsches Verständnis für das Feld unterstellt, in dem sie nun eigentlich wirklich firm sein müssten: das der Computerkenntnisse. Dementsprechend urteilt er deutlich:

“Suppose that the mind is in fact a computer program. Would it then be possible to conclude that what’s inside the mind is irrelevant, as is supposed by some interpretations of the Turing Test? If we have some computer program whose behavior can be completely described as if it were a black box, such a description does not mean that the box is empty, so to speak. The program must still contain some internal structures and properties. They may not be necessary for understanding the program’s external behavior, but they still exist. So even if we possessed a correct account of human mental processes in purely input-output terms (which we do not), such an external description by definition could not describe first-person experience.”

Das hehre Ziel, den menschlichen Geist nachzubauen, und der Turing-Test als prototypische Probe, ob ein “elektronisches Gehirn” auch Geist besitze, sei bis in die Gegenwart das Metaprogramm der KI-Bewegung gewesen, schreibt Schulman weiter. Doch dies habe nur zu weiteren Fehlern und Missverständnissen geführt, da die KI-Experten den Fokus ihrer Forschungen in den vergangenen Jahrzehnten nach und nach von den Makro- auf die Mikrostrukturen des menschlichen Geistes verlagert hätten – im Grunde der Versuch der KI-Verfechter, grundsätzlich an ihren Thesen festhalten zu können; da dies auf der Makroebene nicht möglich erschien, verlagerten sie ihre Forschungen in die Mikroebene. Doch diese Entwicklung hat laut Schulman zur Folge gehabt, dass nun ständig unterschiedliche Kategorien miteinander verglichen werden, die nicht vergleichbar sind (nämlich der Makro- auf der einen und der Mikroebene auf der anderen). Und so sei letztendlich eine verwirrende Kakophonie um die KI entstanden.

Oder, um es nochmals mit Schulmans eigenen Worten zu sagen:

This regression (…) goes a long way toward explaining why participants in the AI debate who share the same knowledge of computers nonetheless arrive at conflicting and seemingly incommensurable conclusions about the possibility of strong AI: even though they may be employing similar arguments and even making identical statements, they are often referring to entirely different levels of the hierarchies of computer and mind.

On the one hand, arguments against strong AI, both moral and technical, typically describe the highest levels of the mind—consciousness, emotion, and intelligence—in order to argue its non-mechanical nature.

On the other hand, arguments for strong AI typically describe the lowest levels of the mind in order to assert its mechanical nature. The rhetoric of mechanism pervades the writing of AI believers, who claim again and again that the brain is a machine.

Both these positions fail to acknowledge that the mind may be simultaneously like and unlike a machine, depending on the level at which it is being described. That is, perhaps it is the case that the highest levels of mentation cannot be described in computational terms, but some lower level can.”

Und so langsam wird dem Leser klar, worauf der Artikel hinausläuft: Schulman wiederholt hier keine Debatten, die längst gelaufen sind, und verbannt KI in Bausch und Bogen. So müht er sich zum Beispiel nicht nur am Turing-Test, sondern auch an John Searles Chinesischem Zimmer ab und unterstellt diesem philosophischen Gedankenexperiment, das die Unmöglichkeit der Nachahmung des Geistes durch Computer beweisen soll, ebenso Kategorienfehler wie Turings Probe aufs Exempel. Vielmehr versucht er offenbar, auf die Fallstricke hinzuweisen, die eine allzu laxe Verwendung der Geist-Computer-Metapher birgt, und plädiert für eine verantwortungsvolle Verwendung derselben.

So gesehen zeigt Schulman das auf, was von der “euphorischen Phase” der KI geblieben ist und plädiert dafür, mit der naheliegendsten Frage zu beginnen: ob nämlich die Eigenschaften des Geistes mit Hilfe von Algorithmen bzw. als Prozess komplett beschrieben werden können. Da dies (nach dem gegenwärtigen Stand der Dinge) unwahrscheinlich sei, müsse die nächste Frage lauten, ob man den Geist vielleicht auf niedrigeren Niveaueinheiten beschreiben könne – so kommt Schulman hier also wieder auf seine Unterscheidung von Mikro- und Makrostrukturen zurück. Eine wichtige Frage sei dann in diesem Zusammenhang, welche die zugrunde liegende Einheit des Geistes ist:

“The (…) assumption has thus been that the neuron is the basic functional unit of the mind. The neuron has been considered a prime candidate because it appears to have much in common with modules of computer systems: It has an electrical signal, and it has input and output for that signal in the form of dendrites and axons. It seems like it would be relatively straightforward, then, to replicate the neuron’s input-output function on a computer, scan the electrical signals of a person’s brain, and boot up that person’s mind on a suitably powerful computer.”

So erweist sich Schulman also als wahrer Salomoniker: Die gängige Kritik an der KI wiederholend, sie sei nicht in der Lage, ihr Ziel zu erreichen, den menschlichen Geist per Elektronengehirn nachzubauen, öffnet er der KI im gleichen Augenblick ein Hintertürchen, indem er einräumt, auf der Mikroebene, den neuronalen Ebenen des Geistes, könne sie mit Computer-Geist-Analogien einiges zum besseren Verständnis des menschlichen Gehirns beitragen. Und dagegen kann ja niemand etwas haben. . .

 

Luhmann/Systemtheorie

Nochmals zwei Hinweise im You-Tube-Videoformat: Niklas Luhmann erklärt 1973 seine Theorie sozialer Systeme. Im ersten Teil geht es um die Definition seiner Systemtheorie, im zweiten dann um deren Anwendung in komplexen modernen Gesellschaften und die (u.a. daraus) resultierenden Probleme.

Die Idee, diese Videos zu posten, ist geklaut, und zwar vom Wissensökonomen Robert Freund.

Erster Teil:

httpv://www.youtube.com/watch?v=QZ0Za33tBYc

Zweiter Teil:

httpv://www.youtube.com/watch?v=iAz5Jmf7tZY&feature=related

Ordnungsmuster aus der Vogelperspektive

Für die einen steht es außer Frage, für die anderen ist noch gar nicht ausgemacht, ob es nicht nur ein Hype ist: die schiere Existenz und mögliche Relevanz einer “Net Generation”. Digital Natives heißen die Verkörperungen dieses Begriff-Konstruktes, und mit diesem werden all diejenigen zusammen in einen Topf gepackt, die nach 1980 geboren (oder sich so fühlen) und mit den aktuellen Kommunikationstechnologien insoweit eins geworden sind, als dass sie die virtuelle Realität als wichtigen Bestandteil ihrer persönlichen Gesamtidentität sehen.

An der Frage, wie wichtig die Digital Natives einmal werden könnten, wird das voraussichtliche Tempo und vermutliche Ausmaß solcher Entwicklungen diskutiert, die sich zum Beispiel gerade im Berufsleben abzeichnen und vermeintlich in die neue unternehmerische Organisationsform des Enterprise 2.0 führen. Festgemacht wird dies am wachsenden Einsatz solcher Tools und Schlagworte wie Web 2.0, Netzwerkbildung, digitale Kommunikation, Soziale Netzwerke, kollektive Intelligenz, arbeitsweltliche Fragmentarisierung, dynamische Hierarchien usw. usw.

Pünktlich zur Cebit hat nun die Initiative DNAdigital die Schrift mit dem blumigen Titel “Wenn Kapuzenpullis auf Anzugträger treffen” vorgelegt. DNAdigital soll den Austausch zwischen Business- und Web-2.0-Welt befördern und bekommt dafür Geld vom deutschen Wirtschaftsministerium. Das vorgelegte Textkompendium, kostenlos als Download erhältlich , ist satte 260 Seiten lang und bietet Texte rund um die Net Generation und den Ort, wo diese ihre Lohnarbeit am liebsten verrichten möchte: eben im Enterprise 2.0.

Hochinteressant ist zum Beispiel das Interview mit Peter Kruse (ab S. 81), Honorarprofessor an der Universität Bremen und Unternehmensberater, der Themen wie Enterprise 2.0, intelligente Netzwerke, kollektive Intelligenz oder Sitz der Werte im limbischen System verknüpft, um seine Grundthese zu veranschaulichen, die grob formuliert folgendermaßen lauten könnte: Wenn wir adäquate Lösungen für eine immer komplexere Welt erzeugen möchten, müssen diese so komplex sein wie die Welten, auf die sie einwirken sollen. Und da dies einzelne Individuen nicht mehr leisten können, sind wir gezwungen, Systeme zu konstruieren, deren Intelligenz größer ist als die ihrer einzelnen Komponenten - sprich Netzwerkmitglieder. 

“Die Menschen müssen sich auf eine Menge an Informationen einlassen,die nicht mehr kontextuell gebunden ist. Und Information, die sich aus dem Kontext löst, ist schwer nachvollziehbar, da keine Assoziationen gegeben sind, die die Mehrdeutigkeit verringern. Das heißt, wenn ich mich als Einzelperson mit diesen Dingen auseinandersetze, habe ich nur in Grenzen die Möglichkeit, zugrunde liegende Muster zu erkennen und zu klaren Entscheidungen zu kommen”,

sagt Kruse und ist der Überzeugung, dass deshalb angemessene Entscheidungen für hochkomplexe Problemlagen in einer global vernetzten Welt nur kollektiv getroffen werden können. Kollektive Intelligenz grenzt er dabei von der Schwarmintelligenz ab (”Wenn man den Menschen auf Schwarmintelligenz reduziert, ist es schon begeisternd, wenn sich eine Gruppe ohne Ankündigung und Choreographie selbstständig im Kreis bewegt. (…) Schwarmverhalten ist für sich genommen eben nur eine sehr einfache Stufe kollektiver Intelligenz”).

Die Nutzung kollektiver Intelligenz sei weniger ein technologisches als vielmehr ein kulturelles Problem, und dieses sei nicht eben klein, meint Kruse:

“Kulturleistung ist gebunden an die gemeinsame Aushandlung von Bedeutung und an gegenseitiges Verstehen. Wenn ich hundert Leute miteinander in einem Netzwerk verbinde, habe ich kein Problem. (…) Wenn es dann tausend Leute werden, muss ich schon anfangen, nach technischer Unterstützung zu suchen. Wenn es hundert tausend Menschen sind, bleibt mir nur noch der Werkzeugkasten der Statistik. Aber was mache ich, wenn es jeden Moment Millionen von Menschen sein können. (…) Wie kann ich bei solchen Größenordnungen noch sicherstellen, dass die Interaktionspartner gemeinsame Bedeutungsräume miteinander teilen, die sie in die Lage versetzen zu bewerten, was sie gerade an Informationen bekommen. (…) Wir können uns zwar schnell darauf einigen, Englisch zu reden, aber die Aushandlung kultureller Konzepte ist etwas ganz anderes. (…) Wir haben schlicht und ergreifend ein Massenproblem.”

Ohne gemeinsame Werte geht es laut Kruse also nicht;  so eine Basis aber über alle bestehenden kulturellen Barrieren hinweg herzustellen, sei die eigentliche Schwierigkeit an der Sache. Denn Veränderungen des Wertesystems fänden nicht nur auf der rationalen Ebene statt, sondern auch in dem Bereich des Bewusstseins, der uns selbst nicht oder nur zum Teil gegenwärtig ist - im so genannten limbischen System, das im Gehirn als für Emotionen und Triebverhalten zuständig gilt. In dieser Sichtweise kommt dann den Neurowissenschaften die Aufgabe zu, das limbische System besser zu verstehen, um es verändern zu können. Und die Spielwiese, auf der die eingefahrenen Wertemuster den nötigen Freiraum erhalten, sich zu ändern, sollte das Web 2.0 sein:

“Wenn man sich wirklich in seinem Alltag auf die neuen Möglichkeiten einlässt, ändert sich der Arbeitsstil und nach einiger Zeit ändern sich auch die Einstellungen und Bewertungen. So merkt man zum Beispiel, dass die Bereitschaft wächst, wesentlich mehr Informationen zuzulassen, als man rational beherrschen kann. Man lernt assoziativ auf einer Welle zu surfen, die das eigene Fassungsvermögen klar übersteigt. Man lernt, quasi aus der Vogelperspektive. Ordnungsmuster zu erkennen. (…) Diese Kunst des unscharfen Blicks hat in einer hochassoziativen Welt mit einer überbordenden Menge an Teilinformationen zunehmend Konjunktur. Wenn wir glauben, ein Muster erkannt zu haben, dann ist dies das Wertvollste, was wir miteinander teilen können”,

sieht Kruse nebenbei noch wachsende Betätigungsmöglichkeiten für Generalisten, die zwar keine ausgemachten Experten sind, sich dafür aber unfallfrei auf unterschiedlichen Feldern bewegen können. Er gibt ihnen den hübschen Titel “Superdilettanten”: Fleischgewordene Netzwerkknoten, die als Brückenbauer zwischen den Systemen fungierten.

Ein fetter Brocken, den uns Kruse, da hingeworfen hat. Falls jemand noch Hunger haben sollte, empfehle ich seine rhetorisch beeindruckenden Ausführungen zum Thema “Was ist Kreativität?” im geposteten You-Tube-Video, in dem er mit einer sehr anschaulichen Gehirn-Netzwerk-Metapher aufwartet:

httpv://www.youtube.com/watch?v=oyo_oGUEH-I

Stehen der Net Generation also alle Wege offen? Na ja, das ist umstritten, wie gesagt. Selbst einer wie Kruse (oder sollte man besser sagen: gerade so jemand wie Kruse?) sagt, es sei ja wohl ein wenig vermessen und zu kurz gegriffen, einer einzigen Generation - und sei sie auch noch so firm in den geforderten Techniken - die Lösungskompetenzen für kommende Probleme zuzutrauen bzw. aufzubürden, die doch alle betreffen.

Rolf Schulmeister vom Hochschul- und Weiterbildungszentrum der Universität Hamburg bezweifelt sogar die Existenz einer solchen Generation überhaupt. Der Hochschulprofessor hat mit seiner Ende des vergangenen Jahres erschienenen 2.0-Version von “Gibt es eine Net Generation?” eine Sichtung der Studien zum Thema vorgenommen und diese auf ihre Aussagekraft hin abgeklopft. Das Ergebnis ist tatsächlich nicht angetan, um den Hype um das Web 2.0 und seiner Nutzer zu befördern. Denn die Indizien, die im Allgemeinen angeführt würden, um auf eine bestehende Net Generation schließen zu können, seien empirisch nicht zu belegen, schreibt Schulmeister. Es sei entgegen aller Behauptungen momentan eher nicht so, dass eine nachhaltige Veränderung der Mediennutzung oder sich wandelnde soziale Einstellungen bei Jugendlichen festzustellen seien. Vielmehr sei der Fernsehapparat immer noch das Medium Nummer eins und nutzten die Untersuchten neue Kommunikationstechnologien vor allem im Rahmen der alten sozialen Bedürfnisse: der Zugehörigkeit zu den befreundeten Altersgenossen, zur so genannten peer group.

Aber die Generationen-Frage ist sowieso pille palle. Ob Enterprise 2.0 einmal DIE Unternehmensform schlechthin ist: Wir werden sehen. Der Begriff dürfte ohnehin eher eine marketing-/marketenderische Intention haben. Fest dürfte stehen: Die Bewegung wächst. Und Kohle vom Staat gibt es auch.

Twitter: “Zu erstaunlich vielen Dingen gut”

Martin Lindner, habilitierter Medien- und Literaturwissenschaftler und auch “digitaler Immigrant, Forscher, Consultant, Hochschullehrer und Trainer” reicht auf seinem neuen Blog eine verbale Video-Essenz seiner Ansichten zu Microcontent, Information overload, Microlearning, Twitter etc.

httpv://www.youtube.com/watch?v=MEwpHHnKnAM&feature=PlayList&p=11F6646A8B75B4C9&playnext=1&index=35

blogoscoop