Monatsarchiv für September 2009

 
 

Was ist mit den Nichtwählern?

Wann, wenn nicht jetzt, wäre es geboten, sich mal mit den so genannten Nichtwählern auseinanderzusetzen? Die vielen fast schon beschwörenden Appelle vor der Bundestagswahl, sich doch bitteschön dem grauen Charme einer Wahlkabine in einer abgeranzten Grundschule, einer spröden Turnhalle oder im Dorfgemeinschaftshaus auszusetzen und auf einem länglichen Blatt Papier mit der Hilfe eines an einem Paketband befestigten, senfgrünen 50-Cent-Kugelschreibers seine beiden Kreuzchen zu setzen, haben nichts ausgerichtet.

Das Ergebnis: Die so genannten Nichtwähler vereinen im Zahlenspektrum aller Wahlberechtigten in Deutschland mit knapp 30 Prozent die meisten “Zweitstimmen”. Das sind gut 18 Millionen Stimmberechtigte (siehe Diagramm).


(Quelle: Erdgeist, der Zahlen des statistischen Bundesamtes visualisiert hat.)

Und die Reaktionen? Sind lau.

Die Süddeutsche Zeitung zum Beispiel beschäftigt sich mit den Nichtwählern und wiederholt das, was schon im Fernsehen gesagt wurde: Umfragen zufolge (Infratest dimap) kommen die neuen unter den Nichtwählern besonders häufig von der SPD.

Und die Welt findet etwa in einem Kommentar alles gar nicht so schlimm und konstatiert:

“Wo steht eigentlich geschrieben, dass in einer Bevölkerung, die immerhin noch zu weit über zwei Dritteln an die Wahlurnen schreitet, antidemokratische Verwerfungen drohen?”

Und wenn man mal bei Google News schaut, welche überregionalen Blätter sich überhaupt dem Phänomen Nichtwähler widmen, ist einer der reflektierteren Texte ausgerechnet ein Artikel aus dem Feuilleton des Neuen Deutschland, der in der Analyse bei Politikverdrossenheit nicht stehen bleibt und in der Krise der parlamentarischen Demokratie endet:

“Der wahre Protest, so scheint es, liegt heute in der Verweigerung.”

Besser als die meisten anderen Zeitungen macht es ND jedenfalls, weil es erwähnt, dass keine gesicherten Erkenntnisse über die Gruppe der Nicht-zur-Wahl-Geher vorliegen. Vor allem aber gibt es einen wichtigen Hinweis: Einer der Hauptgründe, um nicht wählen zu gehen, sei “der Eindruck, dass viele Politiker in den Parlamenten kaum noch Repräsentanten des Wählerwillens sind, sondern einer eigenen Logik von Lobbyinteressen, internen Machtkämpfen und Eigennutz folgen.”

Die logische Konsequenz sei deshalb, endlich eine direktere Demokratie zuzulassen. Entscheidungen der Bürger zu wichtigen und handfesten Problemen einzuführen. Das ist wahr und überfällig. Die Menschen wollen Partizipation. Ob es dann tatsächlich “bindende bundesweite Volksentscheide – etwa über Bundeswehreinsätze im Ausland” sein müssen, wie ND vorschlägt, ist ja eine ganz andere Frage.

Und online? Es ist das Grauen.

Der Weblog-Twitter-Bereich ist erstmal beleidigt und jammert vorwiegend, es gebe überhaupt keine intelligenten Gründe, NICHT zur Wahl zu gehen.

Na ja, und das “Mehrautorenblog” Carta hat einen publizistischen Retweet in Form einer Zweitverwertung (via Cicero) gebracht, in dem Klaus-Peter Schöppner (Emnid) erst einmal blumig beschreibt, dass niemand was Genaues weiß, ihm dann aber ein Licht in Form von vier Gründen aufgeht: “Frust und Desinteresse, Politikerwut und Not.” Insgesamt seien Nichtwähler sowieso eher, man traut seinen Augen nicht, folgendermaßen:

“Der typische Nichtwähler dagegen ist werte- und damit orientierungslos. Wie keiner anderen Wählergruppe mangelt es ihr am Werteprofil. Schlimmer noch: Gerade wahlunterstützende Einstellungen wie Pflichtbewusstsein, Traditionsverbundenheit, Religiösität, werteorientiertes Handeln, Rationalität und kulturelles Interesse sind kaum vorhanden.”

Übrigens nennt oder verlinkt der Autor in seinem Artikel für keine der hier aufgeführten Meinungen konkrete Zahlen oder Quellen. Er stellt sie auch in keinen gesellschaftlichen Kontext. Das ist ärgerlich und für ein “Meinungsführer-Weblog”, das Carta bestimmt gerne sein möchte, zu wenig. (Was solls; wenn ich Carta lese, dann nicht nach Marke, sondern nach Namen.)

Mauerpark: Gras statt Beton bitte

Es muss nicht immer Flashmob sein: Das Protestfest dreier Bürgerinitiativen am Sonntag im Mauerpark, das gegen die jüngsten Bebauungspläne des in den Berliner Bezirken Mitte, Prenzlauer Berg und Wedding liegenden Geländes einen Haufen Leute mobilisierte, war ein Lehrstück in Sachen Rückgewinnung bzw. Bewahrung des öffentlichen Raums.

Wirklich gute Stimmung; die Initiatoren dürften zufrieden sein und einige Argumente für ihre Sache auf der Habenseite verbucht haben.

Hintergrund: Anfang der 90er Jahre wurde der ehemalige Grenzstreifen zwischen Ost- und West-Berlin mit finanzieller Hilfe der Allianz-Umweltstiftung zu einem rund 7 Hektar großen Park umgestaltet. Die 4,5 Millionen DM, die seinerzeit flossen, wurden aber an die Bedingung geknüpft, dass bis 2010 ein mindestens 10 Hektar großer Park entsteht. Sonst muss die Stadt den Betrag zurückzahlen. Seinerzeit sah der Senat wohl kein Problem in diesem Deal, wollte sie doch das gesamte, insgesamt 13 Hektar umfassende Gelände zum Park machen.

Teile des Geländes gehören aber der Immobiliengesellschaft Vivico, und da Berlin bekanntlich “arm, aber sexy” ist, rückte die Stadt im Laufe der Jahre nach und nach von ihren ursprünglichen Plänen ab und erwägte zumindest eine Teilbebauung des Areals. Darum gibt es seit Jahren Streit, was dazu führte, dass inzwischen (laut Tagesspiegel) 5 Bürgerinitiativen entstanden sind, die dem Berliner Bauamt bei seinen Versuchen, aus dieser selbst verursachten Zwickmühle herauszukommen, auf die Finger schaut.

Im Juni wurde via Berliner Zeitung ein neuer Plan des Baustadtrats Ephraim Gothe (SPD) bekannt, wonach der westliche Teil des Mauerparks bebaut werden soll, und Vivico im Gegenzug der Stadt 5 Hektar überlassen will - was wiederum die Proteste der Bürgerinitiativen herausforderte, mit dem Fest als vorläufigen Höhepunkt.

Drei Monate bleiben noch bis 2010. Die Allianz-Umweltstiftung erwartet bis dahin “erkennbare Schritte” in der 10-Hektar-Frage. Die Protestfest-Besucher haben ihren Standpunkt am Sonntag - soweit ich das als Nachmittags-Besucher das beurteilen kann - sehr sympathisch kundgetan. Mal schauen, was bis Ende des Jahres noch passiert.

Eher eine Liebes- als eine Tanzeinlage…

Je suis perdue.

httpv://www.youtube.com/watch?v=RNl0J0_49DA&feature=player_embedded#t=229

Gefunden bei trixietreats

Klarmachen zum Kentern

Sofern die Piratenpartei bei den Bundestagswahlen kommendes Wochenende überhaupt eine Chance hätte haben können, ein paar Prozentchen der Stimmen zu bekommen und die etablierten Parteien zu ärgern, dürfte dieses grundoptimistische Szenario inzwischen komplett über Bord gegangen sein. Der Vorsitzende Jens Seipenbusch muss sich deshalb die Frage gefallen lassen, ob die “Strategie”, sich mit allem und jedem einzulassen, der öffentliche Aufmerksamkeit verspricht, nicht ein großer Fehler war.

Momentan wird den Piraten jedenfalls all das aufs Butterbrot geschmiert, was man Ihnen zuvor noch vor allem aufgrund fehlender politischer Erfahrung hat durchgehen lassen: von der “Genderproblematik” der Partei über die unangemessen euphorische, pr-trächtige Aufnahme Jörg Tauss´ bis zu der jüngsten, heftig umstrittenen “Zusammenarbeit” mit der in zweifelhaftem Ruf stehenden Zeitung Junge Freiheit. Sehr anschaulich zusammengefasst wurde das zum Beispiel bei Keimform.

Selbst wenn man den aus meiner Sicht übertrieben-hysterischen Vorwurf beiseite lässt, die Piraten seien in Gefahr, von rechts unterwandert zu werden: Es ist der Eindruck eines allzu unkritischen Umgangs mit Öffentlichkeit entstanden. Die Piraten wirken - pardon - mediengeil. Und eine Partei ist nun einmal nicht Britney Spears, für die schlechte Nachrichten immer auch verkaufsfördernd wirken.

Oder konkreter auf die Sache mit der Jungen Freiheit bezogen:

  • Wenn erst der stellvertretende Vorsitzende dieser Zeitung ein Interview gibt und danach zerknirscht eingesteht, keine Ahnung gehabt zu haben, mit wem er da gesprochen hat…
  • Wenn daraufhin der Vorsitzende seinen Stellverteter in Schutz nimmt, gleichzeitig aber einräumt, das sei nicht gerade ein kluger Schachzug gewesen…
  • Dann aber der Vorsitzende selbst demselben Blatt einen Fragebogen beantwortet, der offenbar vor dem Interview des stellvertretenden Vorsitzenden ausgefüllt wurde…
  • Und schließlich - als Sahnehäubchen zum Schluss - dem Piraten-Pressesprecher zu diesem Schlamassel nur (laut Spiegel) folgende Durchhalteparole einfällt: ”Wer zurückrudert, kann nur verlieren”…

… dann ist diese Informationspolitik nicht nur dilettantisch und blöd, sondern auch intransparent und verlogen.

Und ja, man kann sich darüber streiten, wie schlimm es wirklich ist, mit einer Zeitung wie der Neuen Freiheit zu sprechen.

  • Aber wer (als Partei) in den Bundestag einziehen will, von dem kann man eine klare Abgrenzung zu Personen oder Organen erwarten, die in den Grauzonen des Verfassungsmäßigen operieren. Und Transparenz im Umgang mit jenen. Davon kann (siehe oben) in diesem Fall keine Rede sein.
  • Und wer (als Person bzw. Personen) einer Partei vorsitzt, die in den Bundestag will, von dem/denen sollte man einige grundsätzliche Schlüsselkompetenzen verlangen. In diesem Fall wäre das die Fähigkeit gewesen, sich über die Junge Freiheit und Neue Rechte zu informieren, bevor man mit ihr spricht - wenn man sie schon nicht kennt. Und falls man sie doch gekannt haben sollte, aber aufgrund einer Wir-nehmen-alles-mit-Hauptsache-wir-sind-in-den-Medien-Strategie mit ihr redet, dann kann man erwarten, dass sich die betreffenden Personen gut überlegen, was sie sagen, wenn sie darauf angesprochen werden.

Gemein formuliert könnte man auch sagen: Ausgerechnet die im Medium Internet entstandene Piratenpartei lässt Transparenz und Medienkompetenz vermissen. Das sind immerhin zwei der wichtigsten Gründe, warum man sie hätte wählen können.

Nur mal so am Rande:

Frank Schirrmacher hat in der jüngsten Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung einen interessanten, wohlwollenden Feuilletonartikel zur Piratenpartei geschrieben, in dem er Jens Seipenbusch einen “Intellektuellen von Format” nennt, der die anstehende ”Verwandlung des Nerds in ein politisches Tier” schon sichtbar mache. Seine Hommage an die Nerds als das Großhirn der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts schrieb er aber offensichtlich mit einer längerfristigen zeitlichen Perspektive - die Bundestagswahl kann er nicht wirklich gemeint haben. Denn für sichtbare Erfolge brauchen auch die so genannten Nerds Verbündete - Wähler aus anderen Milieus als den nerdigen.

In den vergangenen Tagen dürften sie aber einige verloren haben, die sie hätten gewinnen können. Nicht für immer; bestimmt aber für die anstehende Wahl.

Tanzeinlage VII

Besser als Gökhan, über den ich auf dieses koreanische Uniformtanz-Video stieß, kann man es nicht ausdrücken:

“laughed my ass off…nobody but this guy!!”

httpv://www.youtube.com/watch?v=ouOzR8lskc0&feature=player_embedded

Bezahlinhalte und Bruttoinlandsprodukt

Es ist ja kein Geheimnis, dass die viel beschworene Krise der Auslöser für die Verlagshäuser ist, einen erneuten Versuch zu starten, kostenpflichtige Inhalte stärker zu etablieren. Ramón Salaverría hat sich den Werdegang dieser Bemühungen über die vergangenen Jahre hinweg angeschaut und eine erhellende Grafik erstellt, die von 1996 ausgehend die Anzahl der Paid-Content-Initiativen mit dem Bruttoinlandsprodukt in den Staaten des Westens vergleicht.

Die These, die Salaverría “Gesetz der Bezahlinhalte” nennt, lautet:

“El número de iniciativas para implantar contenidos de pago en medios digitales es inversamente proporcional a la evolución del PIB en los países occidentales.”

“Die Zahl der Initiativen, um Bezahlinhalte in digitalen Medien zu installieren, ist umgekehrt proportional zur Entwicklung des BIP in den westlichen Ländern.”

Für das Vorhandensein langfristiger Strategien spricht die Grafik jedenfalls nicht.


Quelle: e-periodistas.weblog, cc-Lizenz.

Salaverría ist Journalismusdozent an der Universität Navarra, gibt Online-Kurse (”profesor de ciberperiodismo”) und ist auch institutionell unterwegs. Und, wenn ich das richtig verstanden habe, hat er gerade sein Weblog e-periodistas wiederbelebt. (Die Grafik fand ich via Twitter bei der spanischen Journalistin Silvia Cobo.)

Und ein weiterer Link: In einem Interview mit paidcontent.org spricht Google-News-Senior-Business-Product-Manager Josh Cohen von der Herausforderung, Inhalte auch hinter Bezahlschranken sichtbar zu machen bzw. weiter mit den Verlagen zusammen zu arbeiten, die auf paid content setzen (via Ulrike Langer).

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Internet-Manifest: 2 cl Nepotismus, nun mit Beipackzettel

Eine internetöffentliche Diskussion in drei Akten:

Die Ausgangslage: Einige bekannte Online-Publizisten haben eine Art Grundsatzprogramm veröffentlicht, das sie Internet-Manifest genannt haben, obwohl es im Text eher um Journalismus geht. Bei der Veröffentlichung teilten sie weder mit, für wen dieses Manifest eigentlich genau gedacht ist, noch, warum sie sich dazu berufen fühlten, ein solches Programm zu verfassen. Zunächst war irgendwie nur klar, dass es etwas mit dem Heidelberger Appell und der Hamburger Erklärung zu tun hat.

Die Entwicklung: Das Manifest wurde in der deutschsprachigen Blogosphäre erwartungsgemäß schnell publik und erreichte sicher auch die Redaktionsstuben der Verlagshäuser. Ob es dort aber alle gelesen haben, ist fraglich. Dafür erlangte das Manifest dank des US-amerikanischen Journalisten Jeff Jarvis, der die Inhalte weitertwitterte, international eine beachtliche Aufmerksamkeit und wurde inzwischen in diverse Sprachen übersetzt.

Die Kritik: Die 17 Behauptungen des Manifestes wurden vor allem von den Leuten heftig kritisiert, als deren Sprachrohr sich die Verfasser offenbar sehen: die deutschsprachige “Internetcommunity” bzw. “Blogosphäre” oder mit welchen Bezeichnungen die Menschen in mentale Schubladen gesteckt werden, für die das Internet tagtägliches Informationsbeschaffungs- und Kommunikationsmedium ist. Hauptkritikpunkte waren formal der anmaßende Tonfall des Manifestes und die holzschnittartig verfassten Thesen darin. Inhaltlich stießen sich viele in erster Linie daran, dass bereits bekannte Sätze zu “steilen Thesen” zugespitzt wurden, die Verfasser darüber hinaus aber nicht viel Neues zu bieten hatten.

Und nun?

Die Verfasser des Manifests können darauf verweisen, Öffentlichkeit hergestellt zu haben, so wie es “I-was-among-them-Mercedes-Bunz” im Guardian getan hat. Und sie sind erst einmal bemüht, die Wogen in ihrer eigenen Community zu glätten. Dafür ist dann natürlich derjenige zuständig, der die meiste Glaubwürdigkeit besitzt: Stefan Niggemeier.

Niggemeier hat einen “Beipackzettel” zum Manifest geschrieben, der zum “Reflexions-Mäander” (Ulrike Langer) geworden ist. Dummerweise hakt es bei mir an der für mich entscheidenden Stelle. Dort schreibt er:

“Was wir wirklich schlecht gemacht haben beim Veröffentlichen unseres „Manifestes”: seinen Adressaten zu nennen.”

Wenn ich das richtig verstanden habe, müsste es doch wohl heißen: seinen Adressaten NICHT zu nennen, oder? Ich kann jedenfalls nur zu diesem Schluss kommen, wenn ich die darauf folgenden Zeilen lese, bzw. die Stelle in Gänze:

“Was wir wirklich schlecht gemacht haben beim Veröffentlichen unseres „Manifestes”: seinen Adressaten zu nennen. Es muss bizarr wirken auf Menschen, die in diesem Medium in einem ganz anderen Maße zuhause sind als ich, wenn da plötzlich 15 Berufs-Publizisten ankommen und ihnen erklären wollen, wie das Internet funktioniert. Vielleicht erklärt sich ein Teil der Ablehnung, den dieser Text gerade bei eingefleischten Onlinern erfahren hat, aus dieser wahrgenommenen Anmaßung, die von uns nie beabsichtigt war.

Natürlich ist unser „Manifest” auch anmaßend (und mit dem Wort fängt es schon an), natürlich kommt es in vielen Punkten relativ breitbeinig daher, aber einem ganz anderen Ansprechpartner gegenüber: Denjenigen, die das Internet immer noch bekämpfen oder glauben, es gehe weg, wenn man es nur angestrengt genug ignoriert. Denjenigen, die es für eine Phase halten, einen Hype, der vorübergehen wird.”

Dieser Beipackzettel wäre in der Tat von Anfang an nötig gewesen und hätte einige Missverständnisse vermieden. Dann hätte man sich nur noch den üblichen, häufig so unnötig persönlichen Anfeindungen ausgesetzt, die ja immer kommen - allein wenn der Name Lobo fällt.

Neben der eindeutigen Nennung der Adressaten des Manifestes hätte man aus meiner Sicht aber auch noch ein paar Worte darüber verlieren können, warum nun ausgerechnet diese 15 People sich dazu berufen fühlen, Behauptungen zum Internet zu manifestieren. Ich kann mich erinnern, dass ich zuerst bei Thomas Knüwer auf den Text stieß. Und dort stand nur folgender Hinweis:

“Wir konnten nicht alle einbinden, die sich gemeldet haben. Das ist schade, und ich möchte mich hiermit dafür entschuldigen.”

Diese Pseudoentschuldigung hätte sich Knüwer dann auch schenken können. Interessanter wäre ja wohl gewesen kurz zu schreiben, warum die mitmachen durften, die mitgemacht haben. Und dann hätte man einfach auch mal aussprechen können, was naheliegt und dann auch gar nicht schlimm wäre: Das Manifest ist auch ein Dokument einer Vetternwirtschaft. Ein Produkt eines Freundes- und Gute-Bekannten-Kreises. Oder etwa nicht? Das würde jedenfalls den komischen Vorwürfen, es handele sich bei den Manifest-Manifestierern um eine Berliner Clique oder um den Versuch, einen Verband zu gründen o.ä., den Wind aus den Segeln nehmen.

Onkel Ho meets Dildoking

Berlin, Prenzlauer Berg - Schönhauser Allee, Ecke Gleimstraße: Sex-Shop Dildoking und die vietnamesische Speisegaststätte Onkel Ho werben direkt nebeneinander.

Dass die Gelbtöne des Dildoking-Logos denen der Ho-Chi-Minh-Skizze ziemlich ähneln, dürfte eher die Freunde der asiatischen Gaumenfreuden irritieren. Chả sieht jedenfalls anders aus.

Tanzeinlage VI

Ach ja, was man beim Tanzen so denkt…

httpv://www.youtube.com/watch?v=NDHPTvADJ9s

Gefunden bei f&art

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