Monatsarchiv für Juli 2014

 
 

Tanzeinlage LXVIII

Diana Bastet mixt Bauchtanz mit Heavy Metal.

Tja

Kunst ist gut

Den schönsten Kommentar, den meine wunderbaren Mitstreiter und ich für unseren Auftritt bei der Fete de la Musique bekommen haben, hat mein guter alter Bekannter Dr. K-Braun abgegeben. Er lautete: Kunst ist gut.

Ich kann das nur unterstreichen: Kunst tut gut, auf jeden Fall.

Ich hab ein Fell dabei from fuck je t´aime on Vimeo.

Innere Emotionalisierung

Es gibt ja diesen altbekannten Spruch, wonach die Leute in Deutschland eher die Risiken als die Chancen sehen, wenn es um Technik, Digitalisierung und Internet geht.

In den Sozialen Netzwerken ist diese Binse inzwischen zu einem Mantra geworden, das ständig in den verschiedensten Varianten gesprochen wird, um sich zu vergewissern, auf der richtigen Seite zu stehen.

Schade eigentlich, dass nur die wenigsten unter den Netzbewegten zu merken scheinen, dass sie damit nur die Gräben zwischen der Online- und der Offline-Welt bestätigen, die sie so gerne zuschütten würden: Ihre immer wiederkehrenden Klagen sind ein Akt der inneren Emotionalisierung der eigenen Peergroup und insofern ebenso rückwärtsgewandt wie der nächste Anti-Google-Artikel im Feuilleton der FAZ.

Absurd wird es dann, wenn diese innere Emotionalisierung nach außen getragen und zur Forderung nach Unterstützung des Schönen, Wahren, Guten wird. Das war zum Beispiel bei den Krautreportern, einem journalistischen Crowdfunding-Projekt, zu besichtigen: Im Grunde bestand das Hauptargument, die Krautreporter zu unterstützen, darin, dass sie unterstützungswert seien, weil sie eben auf der richtigen Seite stünden. Kritische Stimmen waren offensichtlich nicht erwünscht.

Herausgeber Sebastian Esser verstieg sich im Nachgang der mit Ach und Krach erfolgreich absolvierten Fundingphase sogar zu der Aussage, das Alles-oder-nichts-Prinzip, die Emotionalisierung, sei das Wesen von Crowdfunding, und deshalb sei die Kritik um so ärgerlicher gewesen.

Irgendwie glauben derzeit ohnehin ja alle, dass man am besten alles alles mit Jefühlen aufladen müsse. Insofern ist die Emotionalisierung eine Schwester von Big Data: Sie ist so hip, dass es vor allem darauf ankommt, sie zu betreiben. Ob etwas und was dabei herauskommt, scheint eher nebensächlich zu sein.

(Vielleicht mit dem kleinen Unterschied, dass die Netzbewegten möglicherweise eine Menge über Big Data wissen, aber ganz offensichtlich nur wenig über Emotionen.)

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