Daydream Nation
“Europa hat in der alten analogen Medienwelt einen Anteil von 28 Prozent, an der neuen digitalen Medienwelt aber nur von 1,8 Prozent”, führt FAZ-Netzökonom Holger Schmidt in einen Beitrag Stefan Glänzers ein, der anhand der europäischen Gründerszene und -kultur genau diesen Fakt zu erklären sucht. Dabei dient Glänzer das Silicon Valley und die US-amerikanische Gründer-Mentalität als Vergleichsmaßstab.

Damit setzt er die Hegemonie der USA in den Informations- und Kommunikationstechnologien ganz richtig voraus. Für ihn sind fünf Dinge vonnöten, um im Netz auf globaler Ebene erfolgreich zu sein: “Gründer, Universitäten, Investoren, große Webfirmen und die Möglichkeit, erfolgreiche Firmen zu verkaufen.” Wobei allein das Volumen der Gelder, die ins Digitale fließen, so unterschiedlich (zugunsten der USA) ausfällt, dass der Hinweis auf fehlende Gründerkultur fast schon zweitrangig wirkt.
Das ist ja schon fast ein Topos: Europa kann sich derzeit nicht rühmen, dynamische Gesellschaften zu beherbergen - allein in demographischer Hinsicht.
