Philosophie des Geldes

Die Philosophie des Geldes ist eines der Hauptwerke des Soziologen und Philosophen Georg Simmel, der bereits Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts erkannte, dass man das Thema Geld besser nicht allein den Ökonomen überlassen sollte.

Zusammen mit der Rationalität bzw. “Verstandesherrschaft” und dem Wachstum der Großstädte (Arbeitsteilung) ist für Simmel die Geldwirtschaft ein wichtiges Kennzeichen der Moderne, das weit mehr ausmacht als seine Funktion für den Tauschhandel:

“Analog zu bisherigen Religionen, die Sicherheit, Lebenssinn und Versprechen für die Zukunft gegeben haben, kann in der Moderne die Geldwirtschaft als neue Religion bezeichnet werden, die alle sozialen und individuellen Beziehungen berührt und auch die menschlichen Gefühle beherrscht.” (Quelle: Wikipedia)

Insofern ist Simmels Werk, das 1900 erstmalig erschien, nach wie vor aktuell. Dirk Baecker beschreibt im nachfolgenden Video von dctp, wie die Menschen diese kulturelle Praxis erst (unter Zwang) zu erlernen hatten.


 
 
 

Ein Kommentar zu “Philosophie des Geldes”

  1. Für eine Entmythologisierung des Internet – Das Philoblog
    16. März 2010 um 09:54

    [...] der menschlichen Entwicklung sind der Ackerbau, die Entwicklung der Schrift, des Rades, des Geldes, der kodifizierten Gesetzgebung, der Nationenbildung, der Demokratie, des Buchdrucks und so weiter. [...]

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