Eine an sich belanglose Visualisierung und eine ebensolche Anmerkung zum Thema Tastaturkotze

Tastaturkotze - das ist doch einmal ein sehr anschaulicher Name für die dahin geworfenen, mit Beleidigungen gespickten Kommentare, die der sozialen Seite des Internets das Stigma eingebracht haben, inhaltlich vollgeschmierten Klowänden nicht ganz unähnlich zu sein. (Der Werber Jean-Remy von Matt sagte dies über Weblogs schon vor einigen Jahren; 2006, um genau zu sein.)

Auch wenn das einige Leute anders sehen dürften: Es bringt nichts, Beleidigungen im Netz persönlich zu nehmen. (Weil sie nicht wirklich persönlich gemeint sind, meistens jedenfalls. Es ist vielmehr so, dass die Beleidiger sich - ob begründet oder nicht; meistens also nicht - beleidigt fühlen und ihrerseits mit Beleidigungen kontern.)

Und es bringt übrigens auch nichts, seine Kommentatoren (und damit Leser) größtenteils für Idioten zu halten. Jedenfalls dürfte es bei einer solchen Haltung recht schwer fallen, nicht selbst in den Verdacht zu geraten, ein Idiot, mindestens aber etwas borniert zu sein. (Leute zum Beispiel, die über sprachlich manchmal etwas unbeholfen agierende Social-Media-Anfänger die Nase rümpfen, stehen bei mir in Verdacht sich einzubilden, als Erwachsene auf die Welt geschissen worden gekommen zu sein.)


 
 
 

Ein Kommentar zu “Eine an sich belanglose Visualisierung und eine ebensolche Anmerkung zum Thema Tastaturkotze”

  1. Tastaturkotze « Differentia
    22. November 2011 um 14:36

    [...] Methapher „Tastaturkotze“ ist genauso naheliegend wie abwegig. Sie ist naheliegend, um den beobachtbaren [...]

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