Bezahlinhalte und Bruttoinlandsprodukt

Es ist ja kein Geheimnis, dass die viel beschworene Krise der Auslöser für die Verlagshäuser ist, einen erneuten Versuch zu starten, kostenpflichtige Inhalte stärker zu etablieren. Ramón Salaverría hat sich den Werdegang dieser Bemühungen über die vergangenen Jahre hinweg angeschaut und eine erhellende Grafik erstellt, die von 1996 ausgehend die Anzahl der Paid-Content-Initiativen mit dem Bruttoinlandsprodukt in den Staaten des Westens vergleicht.

Die These, die Salaverría “Gesetz der Bezahlinhalte” nennt, lautet:

“El número de iniciativas para implantar contenidos de pago en medios digitales es inversamente proporcional a la evolución del PIB en los países occidentales.”

“Die Zahl der Initiativen, um Bezahlinhalte in digitalen Medien zu installieren, ist umgekehrt proportional zur Entwicklung des BIP in den westlichen Ländern.”

Für das Vorhandensein langfristiger Strategien spricht die Grafik jedenfalls nicht.


Quelle: e-periodistas.weblog, cc-Lizenz.

Salaverría ist Journalismusdozent an der Universität Navarra, gibt Online-Kurse (”profesor de ciberperiodismo”) und ist auch institutionell unterwegs. Und, wenn ich das richtig verstanden habe, hat er gerade sein Weblog e-periodistas wiederbelebt. (Die Grafik fand ich via Twitter bei der spanischen Journalistin Silvia Cobo.)

Und ein weiterer Link: In einem Interview mit paidcontent.org spricht Google-News-Senior-Business-Product-Manager Josh Cohen von der Herausforderung, Inhalte auch hinter Bezahlschranken sichtbar zu machen bzw. weiter mit den Verlagen zusammen zu arbeiten, die auf paid content setzen (via Ulrike Langer).

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Ein Kommentar zu “Bezahlinhalte und Bruttoinlandsprodukt”

  1. Paid Content & Schweinezyklus « DigitalStrategyBlog.com
    8. Oktober 2009 um 21:31

    [...] Quellen: Blog STADTBOTE von Uwe Sander & Blog Thorstena von Thorsten Breustedt [...]

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